Alle Beiträge von Angelika Parb

Der Belt ist euer!

Der letzte volle Tag im Standlager ist nun angebrochen. Unter Tränen mussten sich alle von der Jurtenburg verabschieden. Während das Projektteam weitere Aufräum- und Abbauarbeiten erledigte, konnten sich die Teilis weiter ihren Projekten widmen und die Präsentationen fertigstellen.

Nach dem Mittagessen war es dann auch so weit: Bühne frei für die Projekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Explorer Belts 2019.

Monatelange Vorbereitungen, stundenlange Suchmissionen und spannende Unterhaltungen wurden hier zusammengeführt. Am ersten Vorbereitungstreffen war die Idee geboren und bis zuletzt noch weiterentwickelt. Bei der Projektpräsentation stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Gruppen die Ergebnisse und Erfahrungen, die sie mit und durch ihr Projekt gemacht haben, gegenseitig vor.

Am Abend war es dann endlich soweit: die heiß ersehnte Verleihung des Explorer Belts stand an. Schweigend wanderten alle zum Verleihungsort und konnten so noch einmal alle Erinnerungen an die letzten 14 Tage Revue passieren lassen.

Bei der feierlichen Zeremonie erhielten alle Teilnehmer*innen den begehrten Gürtel und feierten gemeinsam am Lagerfeuer. Dementsprechend kurz war auch die Nacht 😉

Von Pfadis, die die Füße nicht still halten können

Der Tag begann, wie der letzte geendet hatte: mit einer Reflexion. Dieses Mal konnten sich die Teilnehmer*innen mit den anderen aus der Kleingruppe über ihr Erlebtes austauschen und zum Beispiel über die Sinnhaftigkeit mancher Materialien auf der Wanderung diskutieren.

Aber 3 Tage an einem Ort hält doch keiner aus! Darum verließen alle das Standlager und machten sich auf den Weg nach Strasbourg. Dort konnten alle frei nach Belieben die Altstadt, das EU-Viertel oder die elsässische Küche genießen.

Wie der Schelm wandert, so denkt er 😊

Da sagt noch eine/r, nach über 200km Hatscherei müsse man nicht mehr gehen. Falsch, gedacht! Gleich nach dem Frühstück und einem etwas eigenartigen Spiel, das allen die letzten Kräfte raubte, machten sich die Teams zur Reflexionswanderung auf.

Auf diesem kurzen Spaziergang beantworteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für sich selbst oder gemeinsam mit dem/r Partner*in Fragen über die Wanderung und wie es ihnen dabei gegangen ist. Außerdem konnten sie sich bewusst Zeit füreinander nehmen, sich umarmen oder sich auch einmal gegenseitig richtig laut anschreien.

Am Nachmittag starteten dann die Einzel- und Projektreflexionen. Außerdem hatten alle Teams Zeit, sich um die Fertigstellung und die Präsentation ihrer Projekte zu kümmern.

Chillax, oida!

Was braucht Mann/Frau nach 10 Tagen wandern, wenig Komfort und gustatorischer Entbehrung? – Richtig! Ein Verwöhnprogramm, wie es nur selten ein Pfadfinder/eine Pfadfinderin auf Lager gesehen hat: Vom Fußbad (um die Blasenpflaster wieder von der Haut zu bekommen), über wunderschöne Aufklebetattoos (das tragen die coolen Kids heute so!), bis hin zu nur in der Hängematte liegen und den Gedanken freien Lauf lassen. Einfach einmal nichts tun, sich nicht um die Routenplanung kümmern oder einen Schlafplatz suchen müssen.

Neben dem allseits beliebten Nichtstun gab es außerdem die Möglichkeit Workshops zu besuchen. Das Angebot reichte von einer Märchenstunde (pädagogisch hoch wertvolle Geschichten von Wilhelm Busch), über Häkeln, einen Schreibworkshop, progressiver Muskelentspannung bis hin zu einem Speeddating, bei dem man in aller Kürze andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen lernen konnte, mit denen man noch nicht so viel gesprochen hatte.

Am Abend stand nach dem Stimmungsbaguette (Wie war die Expedition für mich?) eine Verkostung französischer Weine an, die alle sehr genossen. Bei der Open-Air-Foto-Show bekam jede/r einen kurzen Einblick in die Wanderung der anderen. Der Abend klang – wie schon der davor – gemütlich in der Jurte am Lagerfeuer aus.

Endlich sind sie da!

Am 26.8. pünktlichst um 12:00 stand das Projektteam im Parc de Colombiere in Dijon bereit. Das Warten hatte ein Ende! Nach und nach trudelten alle Teams unter großem Beifall ein und konnten sich gegenseitig und das Projektteam endlich wieder in die Arme schließen. Obwohl alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schworen, dass sie vor dem Zieleinlauf noch unter der Dusche waren, brachte der blumenhafte Geruch der einlaufenden Pfadis das Team beinahe zum Weinen. Oder waren es doch Freudentränen aufgrund des Wiedersehens?

Unter diesem Link könnt ihr die Ankunft der Teams noch einmal mitverfolgen. Gänsehautfeeling mitinbegriffen 😉 https://www.facebook.com/ppoe.explorerbelt/videos/608698742992139/

Nach der Reise zum Standlager in Gildwiller, dem erneuten Aufschlagen der Zelte (die durften nun endlich für ein paar Tage am selben Platz stehen) und einer wunderbaren Dusche, waren alle frisch und munter für den Sektempfang. Unter dem Motto „Ein hoch auf euch!“ gab es Champagner, Sekt-Orange und ein paar Häppchen als Stärkung.

Danach folgte das große Galadinner: das Projektteam hatte die Jurtenburg in ein wahrliches Gourmet-Restaurant verwandelt. Die Weite der Jurte und die Tischdeko versetzte alle beim Eintreten ins Staunen. Bei ausgezeichnetem Getränkeservice und dem wohlverdienten 4-Gängemenü (danke den grandiosen Köchen Thomas und Franky <3) konnten alle ihre Kraftreserven wieder auffüllen. Die kulinarische Entbehrung der letzten Tage (Toastbrot mit Eckerlkäse) war beinahe vergessen. Als Abschluss des Galadinners gab es dann auch noch Geburtstagskuchen für Noemi, den sie natürlich mit allen teilte (noch einmal Happy Birthday liebe Noemi!). Bei Lagerfeuer, romantischen Gitarrenklängen und den wildesten Erzählungen über die letzten Tage, klang dieser Abend dann in den frühen Morgenstunden für die meisten aus.

Es war einmal …

Bald ist es soweit und 22 Teams starten abenteuerlustig und top motiviert in das Abenteuer ihres Pfadfinderlebens: der 3. Explorer Belt in Frankreich!

Damit ihr auch alle im Bilde seid, wer dieses Jahr gemeinsam durch Frankreich geht, gibt es noch einmal die Teamfotos unsere Teams im Schnelldurchlauf:

Kleingruppe Baguette

  • Anna und Athi aus der Pfadfindergruppe Gföhl
  • Lisa aus der Gruppe Graz 5 und Martina aus der Gruppe Graz 11
  • Biber aus der Gruppe 66 – Wien und Max aus der Gruppe 1 – Wien
  • Thomas und Schnitzi aus der der Pfadfindergruppe Graz 2
  • Mo und Stefan aus der Pfadfindergruppe Wels

Kleingruppe Schnecken

  • Flow und Maria aus der Pfadfindergruppe Steyr 1
  • Magda aus der Gruppe Graz 11 und Noemi aus der Gruppe Graz 2
  • Domi und Lucii aus der Gruppe Bludenz
  • Michi aus der Gruppe Wien 87 und Maxi aus der Gruppe Graz 5

Kleingruppe Rotwein

  • Sandra aus der Gruppe Graz Umgebung Nord und Hanni vom LV Steiermark
  • David und Mathias aus der Pfadfindergruppe Berndorf
  • Juli und Vigl aus der Pfadfindergruppe Dornbirn
  • Isa aus der Gruppe Wels und Peter aus der Gruppe Vorchdorf

Kleingruppe Croissant

  • Babsi aus der Gruppe Wien 87 und Lerdi aus der Gruppe Graz 5
  • Pimo aus der Gruppe Wattens und Danni vom Stamm Taufers (Südtirol)
  • Günther und Hias aus der Pfadfindergruppe Amstetten Don Bosco
  • Alex und Niki aus der Pfadfindergruppe Graz 2
  • Markus und Flo aus der Pfadfindergruppe St.Pölten-Viehhofen

Kleingruppe Froschschenkel

  • Ilse und Heidi aus der Pfadfindergruppe Bruck/Leitha
  • Stefan und Mo aus der Pfadfindergruppe Graz Umgebung Nord
  • Börni aus der Gruppe Graz 5 und Gunther aus der Gruppe Maria Enzersdorf – Südstadt
  • Magda und Lisa aus der Pfadfindergruppe Neuhofen/Ybbs

2. Vorbereitungstreffen

Willkommen zurück!

Vom 15.-16. Juni kamen die motivierten Teams in Wallsee zusammen, um sich die letzten Inputs und Infos für ihre Wanderung abzuholen.
Als Einstiegsspiel wurde „1, 2 oder 3 … letzte Chance vorbei!“ zum Thema unnützes Wissen über die Grande Nation gespielt.

Danach besuchten die Teams einzelne Workshops zu den Themen Orientierung und Kartenkunde, Wasseraufbereitung und Rucksack packen. Dabei wurde geübt, wie man mit Hilfe von Karte und Kompass/Bussole den richtigen Pfad findet. Außerdem lernten die Teilnehmer*innen verschiedene Systeme zur Wasseraufbereitung kennen und konnten sich dabei aktiv darüber austauschen, welche Methoden sie wählen würden und wie diese funktionieren. Beim Rucksack packen ging es vor allem darum wie man sein Material am besten verstaut, aber auch wie man sämtliche Laschen und Riemen seines Rucksacks ideal einstellt.

Natürlich durfte auch eine Probewanderung mit dem gesamten Gepäck nicht fehlen. Dabei wurden die Teams auf kurze, 7 bis 9 km lange Routen losgeschickt. So konnten die Teilnehmer*innen ihr Material testen und auch einmal einige Momente nur zu zweit im Team genießen. Erschöpft und verschwitzt kamen alle wieder am Lagerplatz an und konnten sich in der Donau etwas abkühlen.

Am Abend wurden die Projekte der einzelnen Teams mit ihren Kleingruppenbetreuer*innen noch einmal durch besprochen und befeedbacked. Dabei standen vor allem die Ziele und mögliche Schwierigkeiten im Vordergrund. Der Abend klang bei Lagerfeuer, Gitarrenmusik und etwas Regen sehr gemütlich aus. Frisch und munter starteten alle am nächsten Morgen nach einem herrlichen Frühstück mit dem wunderbaren „Klospiel“ (ähnlich wie Versteinern, nur viel lustiger) in den Tag. Danach wurden die Projekte in gemischten Kleingruppen präsentiert und noch einmal reflektiert. So konnten alle Teams auch andere Projekte kennenlernen.

Danach wurden die Erste-Hilfe-Kenntnisse der Teilnehmer*innen durch Dr. Stefan noch einmal aufgefrischt. Vor allem Blasen, Druckstellen und andere Wanderleiden standen auf dem Programm. Im Anschluss wurden Strategien entwickelt, die die Teilnehmer*innen in den verschiedensten Situationen vor einem Abbruch der Expedition bewahren sollten. Dabei ging es um Krankheit und Verletzungen, äußere Umstände (wie Wetter oder kaputtes Material), Notfälle zu Hause oder gar Streit zwischen den Teampartner*innen.
Die letzte Einheit wurde in den einzelnen Kleingruppen abgehandelt. Die Teams erhielten von ihren Betreuer*innen noch einmal letzte Tipps und Inputs zur Wanderung. Außerdem wurden noch einige Fragen geklärt.

Nach einem guten Mittagessen und der gemeinschaftlichen Putzparty hieß es dann Abschied nehmen. Wir sehen uns alle am 15. August in Innsbruck wieder, wo die Teilnehmer*innen auf das wohl größte Abenteuer des Pfadfinderjahres geschickt werden.

Wir wollen uns außerdem bei Elias (aus der Pfadfindergruppe Steyr 1) bedanken, der uns dieses Wochenende tatkräftig und mit viel Humor bei der Verpflegung unterstützt hat!

Gut Pfad, bis in 2 Monaten 😊

1. Vorbereitungstreffen

Enchanté!

Der Explorer Belt 2019 hat viele Gesichter, von denen wir uns beim ersten Vorbereitungstreffen von 1.-3. Februar schon ein Bild machen konnten. Von den Schneemassen ließen sich die wagemutigen Pfadfinderinnen und Pfadfinder nicht aufhalten und trafen im Pfadfinderdorf Zellhof zum ersten Mal aufeinander. Mit insgesamt 25 Teams ist der heurige Explorer Belt Austria bis jetzt der größte. Die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus 5 verschiedenen Bundesländern, unterschiedliche Teamkonstellationen mit einem maximalen Altersunterschied von 38 Jahren.

Aber sie alle haben eins gemeinsam: Sie stellen sich der Herausforderung! Egal ob sie Frankreich von einer neuen Seite kennen lernen wollen, gerne und viel wandern (oder eben auch nicht), quality time mit der Teampartnerin bzw. dem Teampartner verbringen wollen oder einfach die Hose zu locker sitzt – sie alle wollen sich den Explorer Belt verdienen.

Neben dem ersten Kennenlernen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Projektleitern Teri, Alex und Stefan einen Überblick über den genauen Ablauf und die Rahmenbedingungen. Ziel ist, dass sie innerhalb von 10 Tagen ca. 200 km zu zweit wandern (nur mit Karte & Kompass), mit wenig Geld auskommen und ein selbstgewähltes Projekt durchführen, um Land und Leute besser kennenzulernen.

Den Großteil der Zeit haben sie in Kleingruppen verbracht, wo sie sich mit den jeweiligen Betreuern gemeinsam über die bevorstehende Wanderung und alles drum herum ausgetauscht haben:

  • Kleingruppe Baguette: mit Angi P. und Nikolaus
  • Kleingruppe Croissant: mit Laura und Moritz
  • Kleingruppe Froschschenkel: mit Elli und Loki
  • Kleingruppe Rotwein: mit Angi G. und Christoph
  • Kleingruppe Schnecken: mit Marlene und Stefan

Dank der exzellenten Verpflegung durch Edith und Franky konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits französische Köstlichkeiten probieren – wir freuen uns schon auf das Standlager Vorort!

Am 15. August geht’s dann los Richtung Frankreich. Mitte Juni sehen wir uns dann alle am zweiten Vorbereitungstreffen wieder. Bis dahin, viel Erfolg mit den Vorbereitungen und „Au revoir!“.